Wann:
8. Mai 2017 um 19:00 – 21:00
2017-05-08T19:00:00+02:00
2017-05-08T21:00:00+02:00
Wo:
Zentrum für politische Teilhabe (ZPT)
Lippmannstraße 57
22769 Hamburg
Deutschland

Kurzvortrag & Diskussion

Nachhaltige Suchtprävention beginnt in der Schule, muss vor allem akzeptierende Aufklärung und psychosoziale Hilfe bieten, statt dogmatischer und pauschalierter Panikmache. Nicht stoffgebundene Süchte, wie Spiel- oder Kaufsucht sind gleichermaßen zu beachten. Nur so kann wirksamer Jugendschutz und effektive Sucht-Prävention gewährleistet werden!

Drogenprävention ist, erst Recht unter den derzeitigen unregulierten Bedingungen und nicht erst mit einer Liberalisierung der Drogengesetzgebung, lebenswichtig. Deshalb gehört eine moderne, ehrliche und auf Gefahrenreduzierung ausgerichtete Drogenprävention regelhaft in den Schulunterricht. Stattdessen ist Drogenprävention an Hamburger Schulen so gut wie nicht existent, das Thema fristet ein Nischendasein als Teil von Projektwochen. Die wenigsten Schulen verfügen über ausreichend Lehrkräfte mit entsprechender Fortbildung, ohne die es nicht einmal die nötigen Unterrichtsmaterialien gibt.

Während erfolgreiche Präventionskampagnen, die sich an Jugendliche zum Thema Alkohol wenden, wie „Kenn‘ dein Limit“ auf Mäßigung, späten Einstieg und einen informierten, vernünftigen und damit Gefahren reduzierenden Umgang setzen, ist dieser Ansatz für Cannabis und andere illegalisierte, und trotzdem auch unter Jugendlichen verbreiteten Drogen, immer noch tabu.

Was denkst du?