Cannabis Social Club Hamburg e.V. (CSC-HH)

Pressemitteilung vom 15.12.2015

Prominente Neumitglieder für den Cannabis Social Club

Nach der Entscheidung, dass Hamburg kein Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte  (BfArM) beantragt, haben sich parteiübergreifend Hamburger Politiker_innen dem Cannabis Social Club Hamburg e.V. (CSC-HH)  angeschlossen.

Gemeinsam mit dem CSC-HH e.V. als überparteiliche Interessenvertretung wollen diese Amts- und Funktionsträger_innen  damit ein Zeichen setzen für die Legalisierung von Cannabis und  sinnvolle Schritte dahin, wie die modellhafte Erprobung der kontrollierten Cannabisbagabe.

Dem CSC-HH sind beigetreten:

Anna Gallina, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen LV Hamburg
Michael Gwosdz, stv. Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen LV Hamburg

Thomas Michel, Erster Vorsitzender der Piratenpartei LV Hamburg
Dr. Martin Siebert-Schütz, Zweiter Vorsitzender der Piratenpartei LV Hamburg

Kersten Artus, Journalistin, ehm. MdHB der Fraktion Die Linke und Vizepräsidentin a.D.
Deniz Celik, MdHB, stv. Fraktionsvorsitzender und Gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke

Andreas Gerhold, Erster Vorsitzender Cannabis Social Club Hamburg e.V.: „Wir freuen uns sehr über die prominenten Neuzugänge und die Unterstützung unserer Ziele und Aktivitäten. Dies stärkt unser überparteiliches Engagement für eine liberale und vernunftorientierte Drogenpolitik in Hamburg und für eine Legalisierung und Regulierung von Cannabis. Die meisten unserer Mitglieder sind parteipolitisch ungebunden, wir haben inzwischen aber auch Mitglieder aus fast allen demokratischen Parteien Hamburgs und auch aus verschiedenen Drogenhilfeeinrichtungen. Diese direkten Drähte in verschiedene Organisationen werden unsere Position als Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Experten aus der Praxis sicher erleichtern.“

Anna Gallina:  „Ob erlaubt oder verboten, gekifft wird immer. Prohibition hat noch nie  funktioniert. Wir wollen ein Modellprojekt für die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene, um diese gesellschaftliche Realität in geordnete Bahnen zu lenken, die Suchtprävention zu verbessern, Gesundheitsschäden zu minimieren und den Jugendschutz zu verbessern. Das ist im ersten Anlauf noch nicht geglückt. Wir bleiben dran, weil wir wissen, dass neue Wege in Sachen Cannabis-Legalisierung überfällig sind.“

Michael Gwosdz: „Mal wieder ist die Gesellschaft viel weiter als die Politik. Eine Cannabis-Legalisierung ist ein dickes Brett. Wer das bohren will, braucht nicht nur einen langen Atem sondern auch starke Verbündete in der Zivilgesellschaft. Uns ist es wichtig, dass die Organisationen aus diesem Bereich an Stärke gewinnen. Wir wollen sie dabei unterstützen und sind deshalb ab sofort im Cannabis Social Club dabei.“

Thomas Michel: „Die Prohibition ist gescheitet. Das Fortbestehen des Verbotes von Cannabis steht einem wirkungsvollen Jugend- und Konsumentenschutz und einer kostengünstigen Verwendung als Arznei- und Medizinprodukt entgegen. Es ist Zeit politisch umzudenken und den Weg für eine liberale an der gesellschaftlichen Realität ausgerichteten Drogenpolitik freizumachen. Weltweit wird Cannabis legalisiert. Sorgen wir dafür, dass wir , auch in der Drogenpolitik, mit dem Fortschritt schritthalten.

Martin Schütz: „Das Betäubungsmittelgesetz ist ein Beispiel, wie der Staat  Normabweichler durch Regelsetzung selbst produziert. Selbstbestimmter  Cannabis-Konsum muss legalisiert werden. Die Regulierung des Cannabis-Angebotes muss sich wesentlich auf den Verbraucherschutz und  auf den Kinder- und Jugendschutz konzentrieren, statt auf staatliche  Repression. Beim Tabak und Alkohol haben wir ja ähnliche Mechanismen,  ohne deren Konsumenten gleich zu illegalisieren.“

Deniz Celik: Paternalismus und Verbote sind unvereinbar mit einem aufgeklärten Menschenbild. Die repressive Drogenpolitik kriminalisiert Millionen von Cannabis-Konsumenten und erschwert einen wirksamen Gesundheitsschutz. Daher ist die Legalisierung von Cannabis längst überfällig. Die Zeit ist reif für eine aufklärende Drogenpolitik, die die Konsumenten zur selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Drogen befähigt.

Kersten Artus: Viele Länder legalisieren zurzeit den Cannabiskonsum, jetzt auch Kanada. Das ist vernünftig: So lässt sich bei Missbrauch schneller helfen, illegale Vertriebsstrukturen werden ausgetrocknet. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch für die Aufklärung über die gefährlichen Nervengifte Alkohol und Nikotin ein großer Schritt getan würde, wenn endlich aufgehört würde, Rauschmittel in gut und böse einzuteilen.

 

Weitere Informationen:

Artikel zur Senatsanhörung
mit weiteren Statements, u.a. von Sozialdemokrat*Innen für Cannabislegalisierung

Stellungnahme des CSC-HH e.V.
zur Anhörung im Gesundheitsausschuss am 24. September 2015 zum Thema:
Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene

Über uns
Der Cannabis Social Club Hamburg e.V. (CSC-HH) ist eine Interessengemeinschaft und Interessenvertretung von Cannabisnutzer_innen, deren Freund_innen und Angehörigen. Wir haben uns als demokratische und transparente Gemeinschaft nach deutschen Vereinsrecht organisiert. Das heißt, wir haben einen ordentlich gewählten Vorstand und eine demokratisch abgestimmte Satzung, wir agieren offen und öffentlich.

Unser Verein hat sich am 14.07.2015 gegründet und wurde am 03.11.2015 in das Hamburger Vereinsregister eingetragen.

 

2 Kommentare

  1. 1
    Pluskota Hans-Joachim

    Ich finde den Verein sehr sehr gut.Und möchte mich bei gern bei unterstützen.Bin froh das sich entlich jemand da für einsetzt.
    Ich bin 43 Jahre alt und möchte gerne Mitglied werden.

    • Andreas Gerhold

      Hallo Hans Joachim,
      dann schau doch mal auf diese Seite https://cannabis-social-club.hamburg/mitglied-werden-2/

      Dort findest du wahlweise ein Onlineformular und ein PDF zum Ausdrucken und Versenden. Natürlich bist du auch herzlich zu unseren Stammtischen eingeladen, die immer am ersten Mittwoch jeden monats stattfinden. Die Termine findest du in unserem Kalender.

      Gruß
      Andreas

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