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„Mach dich schlau“: Sinnvolle Prävention oder stupides Rollback?

29. Mai 2020

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Pressekonferenz der Drogenbeauftragten Daniela Ludwig zur Vorstellung neuer Cannabispräventionsmaßnahmen am 29.05.2020

 

Bitte kein voreiliger Shitstorm!

Heute stellte die Bundesdrogenbeauftragte Danierla Ludwig auf einer Pressekonferenz  neue Cannabispräventionsmaßnahem vor. Die Kampagne „Mach dich schlau“ richtet sich an 12-17 jährige und soll an die Kampagnen „Rauchfrei“ und „Kenn dein Limit“ anknüpfen.

Solche akzeptierenden und aufklärenden Präventionsmaßnahmen speziell für diese Altersgruppe fordert der CSC schon lange. Mit reiner Verteufelung und Argumenten wie „illegal weil verboten“ und „wer heute kifft, nimmt morgen Heroin“, lässt man die Jugendlichen mit den tatsächlichen Gefahren allein.

Wenn die Kampagne hält, was Frau Ludwig hier verspricht, und sie wie die Kampagne „Kenn dein Limit“ auf verantwortungsvollen Umgang, statt auf absolute Abstinenz und auf Angebote bei tatsächlichen Problemen statt Zwangsbeglückung durch „Suchthilfe“ setzt, und sich auf die Zielgrupe der 12 bis 17 jährigen beschränkt, ohne daraus eine generelle Anti-Cannabis Kampagne zu machen, dann ist „Mach dich schlau“ absolut zu begrüßen.

Zu befürchten ist allerdings Letzteres. Wir werden Frau Ludwig aber an diesen großen Worten messen können:
„Deswegen brauchen wir eine bundesweite ehrliche und auch mutige Kampagne, die die jungen Leute auf Augenhöhe erwischt, nicht gleich mit dem erhobenen Zeigefinger, nicht mit dem strengen Gesicht, und nicht gleich mit dem Verbot (sic!). Sondern dass wir ihnen auf Augenhöhe begegnen, sie für so eigenverantworlich halten, dass wir mit ihnen auch über die Wirkung von Cannabis offen reden können.“

Dabei wünschen wir Frau Ludwig viel Erfolg und hoffen, dass sie als nächstes erwachsenen, mündigen Menschen ebenfalls zukünftig auf Augenhöhe begegnet und sie für so selbstverantwortlich hält, dass sie die Wirkung von Cannabis ohne Strafandrohung genießen können.

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Author

Andreas Gerhold

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